9. August 2016 Wolfgang

Tannheimer Full House

Als Full House bezeichnet man beim Pokern die Kombination aus einem Drilling und einem Paar. Was das Ganze mit den Bergen des Tannheimer Tals zu tun hat und warum nicht alles was hinkt ein Vergleich ist, erfahrt Ihr hier.

Das Tannheimer Tal ist immer einen Besuch wert. Und so verabredete ich mich mit Marie zu einer besonderen Tour: Dem Tannheimer Full House. Wir waren beide von unseren Touren des Vortages platt und so wollten wir es heute ruhig angehen lassen.

Dennoch nahmen wir uns eine schöne Tour vor, nämlich die Kombination aus den drei ‚Großen‘ Gehrenspitze, Köllenspitze & Gimpel und den beiden ‚Kleinen‘ Schneidspitze & Rote Flüh. Schon bei der Planung war klar, dass ruhig und kurz zwei unterschiedliche Dinge sind.

Los ging es in Nesselwängle mit dem Aufstieg zum Sabachjoch. Dann über den schmalen und namensgebenden Grat hinüber zur Schneidspitze. Es eröffneten sich tolle Blicke auf die Gehrenspitze, so dass wir uns die Gipfelrast direkt schenkten und ins Gehrenjoch abstiegen.

Von dort geht es über einen Zustiegsweg zur unproblematischen Rinne, die uns zur Nordseite des imposanten Berges bringt. Einige ausgesetzte Aufschwünge später überqueren wir die letzten Meter des Gipfelgrates und pausieren am vereinsamten Gipfel der Gehrenspitze.

Der Abstieg führt uns auf gleichem Weg über das Gehrenjoch weiter zum Sabachjoch. Von dort folgt eine lange Querung und ein kurzer Anstieg zur Nesselwängler Scharte. Hier beginnt der Aufstieg zur Köllenspitze, dem höchsten Gipfel des heutigen Tages.

Der Aufstieg geht schnell und problemlos von Statten und auch den Gipfel der Köllenspitze haben wir für uns alleine. Von hier bietet sich ein toller Rundumblick auf die beiden bisherigen und die beiden noch ausstehenden Gipfel. Nach einer kurzen Rast folgt der Abstieg in die Scharte.

Wir queren ein kurzes Schuttfeld und nähern uns dem Einstieg zum Gimpel. Der Aufstieg in leichter Kraxelei ist ein wahres Vergnügen und schon bald stehen wir am Grat, der uns über die Nordseite langsam aber sicher zum Gipfel hinauf führt.

Das Gipfelkreuz liegt zwar nur am Boden, tut der Freude über das großartige Panorama aber keinen Abbruch. Gegenüber liegt uns die Rote Flüh zu Füßen – das fünfte und letzte Ziel des heutigen Tages. Nach einem schnellen Abstieg erreichen wir kurze Zeit später die Judenscharte.

Hier beginnt der kurze Anstieg zur Roten Flüh, von dessen Gipfel sich ein schöner Tiefblick ins Tannheimer Tal und den Haldensee bietet. Die wahre Show sind heute aber die ca. 40 Gämsen, die uns fortan immer wieder begegnen.

Gerade die Jungtiere sind äußerst putzig und überraschend zutraulich – hoffentlich wird ihnen das mal nicht zum Verhängnis. Für heute ging alles gut und so machten wir uns über das Gimpelhaus wieder hinab zum Parkplatz nach Nesselwängle.

Alles in allem eine äußerst schöne und lohnende Tour mit fünf 2.000ern und viel Sonne – was will man mehr!?

 

Bilder

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Strecke

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