21. August 2015 Wolfgang

#4T10HAG – Tag 1

0. Wie in 0 Stunden Schlaf. Oder in 0 Erholung. Oder in 0 Augen zugemacht. Das war das ernüchternde und traurige Ergebnis der ersten Nacht für mich. Aber es half ja nichts. Immerhin war es mir so unmöglich den traumhaften Sonnenaufgang zu verpassen: Nebel im Tal und die rötliche Morgensonne hier oben. Zumindest das darf gerne so bleiben.

Das erste Ziel des Tages und damit der gesamten Tour stand im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor der Hütte: die Urbeleskarspitze, mit 2.632 Metern der fünfthöchste Gipfel des Allgäus. Artur und Ralf bestiegen sie schon im vergangenen Jahr und so blieb die Überraschung, was denn zu erwarten war, ganz alleine mir vorbehalten.

Die Besteigung ist schön und war für mich spannend. Das Kreuz steht nicht auf dem höchsten Punkt, dieser ist aber mit einem Steinmännchen markiert, den Artur nochmal ein paar Zentimeter wachsen hat lassen. Im Gipfelbuch dann auch dementsprechend nur Ikonen, wie z.B. Gitti Schiebel und Christian Stork. Beim Abstieg machte mir die Schlüsselstelle (II) kurz zu schaffen, aber nichts was mit professioneller Hilfe nicht gelöst werden konnte. „wink“-Emoticon

Im Anschluss querten wir zur Gliegerkarspitze, die wir uns nicht entgehen lassen wollten, obwohl sie nicht zu den 10HAG zählt. Außerdem führt von der Scharte aus die ‚vielleicht schönste Gratkletterei des Allgäus die den II. Grad nicht verlässt‘ (Kristian Rath) auf den Gipfel der Bretterspitze, unserem nächsten Ziel.

Von oben sah der Grat aber auf einmal nicht mehr ganz so ansprechend aus, die 12 Kilo auf dem Rücken, der aufkommende Nebel und der nicht erkennbare letzte Teil des Weges sorgten dann dafür, dass wir wieder abstiegen und die Bretterspitze über den Normalweg ansteuerten.

Dieser führt steil aber unschwierig auf die Bretterspitze, mit 2.609 Metern immerhin der achthöchste Allgäuer Gipfel. Dort hielten wir uns nicht allzu lange auf, weil wir den sehr langen Marsch zur Hermann-von-Barth-Hütte im Hinterkopf hatten. Und Junge, war der lang. In jedem Kar dachte man, jetzt müsste man gleich die Hütte erkennen und – zack – wieder nichts.

Immerhin erklommen wir noch die Rotwand, die besser Silberwand heißen sollte und stoßen auch dort wieder auf bekannte Gipfelbucheinträge, diesmal von Petra: „Nach dem Jodeln hier, fehlt nur noch das Gipfelbier!“ Na dann Prost. Wir liefen noch eine gefühlte Ewigkeit, bis wir dann schließlich um 18 Uhr, also nach elf Stunden auf den Beinen, in der Hütte angekommen sind.

Lager bezogen, gewaschen, dann dreimal die Spaghetti Bolo bestellt und genau einmal bekommen. Danke Artur, wir hoffen die Bolo waren Dir unsere Freundschaft wert. „wink“-Emoticon Sogar der Hüttenwirt hat sich noch die Ehre gegeben und mit seiner Steirischen eine gute Show hingelegt. Derart wohlbehütet neigte sich der erste Tag zu Ende. Die wirkliche Schlüsselstelle kam aber erst noch: die Nacht im vollen Matrazenlager.

Bilder

CIMG9669.JPGCIMG9671.JPG20150821_064210.JPGCIMG9682.JPGCIMG9688.JPG20150821_130229.JPGP1120106.JPGCIMG9695.JPGCIMG9696.JPGCIMG9699.JPGCIMG9711.JPGCIMG9714.JPGCIMG9721.JPGCIMG9723.JPGP1120152.JPGCIMG9735.JPGCIMG9743.JPG

Strecke

Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0